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Blues drehen auf: Holyhead siegt 2:1 gegen Oswestry United

Ein kalter Januarabend in Holyhead, 37.674 Zuschauer dicht an dicht gedrängt im altehrwürdigen Hafenstadion - und sie bekamen, was sie wollten: Drama, Kampf, Emotionen und ein Happy End für die Gastgeber. Die Holyhead Blues besiegten Oswestry United mit 2:1 (1:1) und festigten damit ihre Position im oberen Tabellendrittel der 1. Liga Wales.

Es war ein Spiel, das mit einem Paukenschlag begann. Schon in der dritten Minute prüfte Oswestry-Stürmer Alexander Catrall den Blues-Keeper Damian Maniche mit einem wuchtigen Distanzschuss - doch Maniche, wie immer mit leichtem Übermut gesegnet, lenkte den Ball grinsend zur Ecke. "Ich wollte nur sehen, ob ich schon wach bin", scherzte er später.

Holyhead nahm die frühe Warnung ernst. In der 17. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz - Ryan Caviness, der flinke Rechtsaußen, nutzte eine Unachtsamkeit in der Gästeabwehr. Nach einer kurzen Ablage von Henry Madigan zog er trocken ab - 1:0. Trainer Jürgen Steinmetz ballte an der Seitenlinie die Faust, während Caviness jubelnd in Richtung der Fankurve rannte. "Ich hab den Schuss einfach gespürt", sagte der Torschütze später - eine Phrase, die vermutlich auch auf spontane Geistesblitze beim Einkaufen passen würde.

Doch Oswestry United zeigte Charakter. In der 31. Minute kombinierten sich die Gäste über den jungen Andrew Hennessy, gerade einmal 19 Jahre alt, nach vorn. Sein präziser Pass fand Catrall, der diesmal eiskalt blieb und zum 1:1 einschob. Ein Tor aus dem Lehrbuch - technisch sauber, taktisch klug, und für die Blues-Fans ein kleiner Dämpfer. "Das war der Moment, in dem wir kurz dachten: Oh je, das wird heute zäh", gab Captain Tobias Werner später zu.

Die Partie blieb offen, doch die Blues kontrollierten zunehmend das Geschehen. 56 Prozent Ballbesitz, 12 Torschüsse - die Statistik sprach eine deutliche Sprache. Oswestry hielt dagegen, aber die Gäste wirkten, als hätten sie ihr Pulver mit dem Ausgleich verschossen. Holyhead drückte, kombinierte, suchte die Lücken - und fand sie schließlich in der 83. Minute.

Henry Madigan, der unermüdliche Linksaußen, narrte seinen Gegenspieler, zog bis zur Grundlinie und legte mustergültig auf den erfahrenen Jake Lancaster zurück. Der fackelte nicht lange, drosch den Ball humorlos ins lange Eck - 2:1, Stadionexplosion! "Ich hatte gar keine Zeit, nervös zu werden", grinste Lancaster nach Abpfiff. "Henry hat mir den Ball so serviert, da hätt selbst mein Opa getroffen - und der ist 85."

Oswestry United versuchte in den letzten Minuten noch einmal alles, doch wirklich gefährlich wurden sie nicht mehr. Der einzige, der sich noch in die Notizblöcke schrieb, war Innenverteidiger Davib Morrison - allerdings mit einer Gelben Karte in der 82. Minute nach einem rustikalen Einsteigen gegen Grantham. "Er hat mich gar nicht richtig getroffen", meinte der junge Mittelstürmer lachend - "aber der Rasen schon."

Trainer Steinmetz zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden, aber nicht euphorisch: "Wir haben gut gespielt, aber manchmal zu verspielt. Man könnte sagen, wir wollten den Ball ins Tor tragen - aber das ist ja kein Rugby." Sein Gegenüber von Oswestry, der lieber anonym bleiben wollte, sprach von "einem unglücklichen, aber verdienten Ergebnis".

Taktisch blieb es ein Duell zweier offensiv denkender Mannschaften - beide Teams begannen mit einer offensiven Grundausrichtung, verzichteten jedoch weitgehend auf Pressing. Holyhead agierte ballsicher und mit variablen Pässen, während Oswestry auf schnelles Umschalten setzte. Doch am Ende war es die Abgeklärtheit der Gastgeber, die den Unterschied machte.

Als die Fans nach Abpfiff noch "Blues, Blues, Holyhead!" sangen, stand Caviness mit einer heißen Tasse Tee am Spielfeldrand. "Das war kein leichtes Spiel", murmelte er, "aber solche Abende machen Fußball aus." Und während die Spieler in der Kabine jubelten, wischte Zeugwart "Big Joe" den Rasenstaub von den Trikots - mit einem Lächeln, das sagte: Heute war’s die Mühe wert.

Ein Sieg also, der weniger spektakulär als solide war - aber in Holyhead wird man ihn feiern, als wäre es das Finale. Schließlich weiß jeder Fan: Drei Punkte sind drei Punkte, egal ob mit Glanz oder mit Grasflecken.

30.06.643987 06:35
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Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.
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