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Primeira Liga | 29. Spieltag | 03.08.26 | Boavista Porto - FC Benfica 1:2 Dabei begann die Partie um 20.30 Uhr mit einem kleinen Feuerwerk der Gastgeber. Schon in der zweiten Minute prüfte Agustin Borreguero Benfica-Torwart Filipe Maniche, kurz darauf versuchten sich Karl Blanchet, Franck Bonald und erneut Borreguero. Boavista spielte ausgewogen, aber mit auffallend kräftiger Gangart. Trainer Cuba Libre hatte sein Team offenbar nicht zum Kaffeekränzchen geschickt: Nelson Barros sah bereits in der dritten Minute Gelb. Benfica ließ sich von diesem Anfangswirbel nicht beeindrucken. In der 14. Minute schlug Milan Labant zu. Marco Baiao hatte den Angriff vorbereitet, Labant vollendete - 1:0 für die Gäste. Der Mittelstürmer hatte zuvor selbst schon auf das Tor geschossen und damit bewiesen, dass er nicht lange überlegt, wenn sich eine Gelegenheit bietet. "Ich dachte, wenn ich noch länger warte, fragt mich jemand nach einem Termin", soll Labant später mit einem Grinsen gesagt haben. Boavista antwortete mit Wut, Energie und einer Portion Trotz. Die Gastgeber blieben ihrer vorsichtigen, aber aggressiven Linie treu, suchten zunächst sichere Chancen statt Schüsse aus jeder Postleitzahl. In der 39. Minute zahlte sich das aus: Borreguero traf nach Vorarbeit von Ingo Costinha zum 1:1. Der Mittelfeldspieler hatte bereits mehrfach an Maniche getestet, bis der Ball schließlich dort landete, wo er hingehörte - im Netz. "Agustin hat so lange geschossen, bis der Ball aus Mitleid hineinging", scherzte Trainer Cuba Libre angeblich nach dem Spiel. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause. Benfica hatte etwas mehr Ballbesitz, 50,76 Prozent, doch Boavista war keineswegs nur Statist im eigenen Stadion. Im Gegenteil: Das Spiel war ausgeglichen, zweikampfbetont und gelegentlich so hitzig, dass man den Eindruck gewinnen konnte, die Spieler wollten nebenbei noch eine alte Familienfehde klären. Nach dem Seitenwechsel nahm Benfica die Partie entschlossener in die Hand. Trainer Wes Morgan reagierte zudem mit Wechseln: Lisandro Martinez kam für David Bruguiere, Vincent Galindo ersetzte Zoltan Nyilasi. In der 54. Minute zahlte sich der Druck aus. Joshua Amyot, von Bruguiere vorbereitet, brachte Benfica erneut in Führung. 2:1 - ein Treffer, der Boavista sichtbar traf, obwohl die Hausherren weiter nach vorn drängten. Bonald blieb gefährlich, Borreguero ebenfalls, später versuchten sich Robert Lamarliere und Vincent Alves. Doch Benfica verteidigte konzentriert. Labant sah in der 55. Minute Gelb, Marco Baiao sieben Minuten später, während Boavistas Cristobal Veloso ebenfalls verwarnt wurde. Es war kein Kartenspektakel, aber der Schiedsrichter musste den Spielern gelegentlich daran erinnern, dass Fußball noch immer mit dem Ball gespielt wird. In der Schlussphase warf Boavista alles nach vorn. Benfica stellte sich tiefer, verzichtete nun sogar auf aktives Pressing und verwaltete den Vorsprung mit erstaunlicher Geduld. "Wir wollten heute nicht schön sterben, sondern hässlich gewinnen", soll Morgan gesagt haben. Das gelang. Benfica brachte das 2:1 über die Zeit und durfte sich über drei Punkte freuen. Boavista bleibt trotz der Niederlage die Mannschaft mit den besseren Zahlen bei den Abschlüssen. Benfica aber hatte die besseren Antworten. Und im Fußball ist das leider immer noch wichtiger als eine beeindruckende Schussbilanz. 03.08.2026 21:07 |
Sprücheklopfer
Ich werde einen Teufel tun und Ewald widersprechen. Der Ewald hat sich ja alles ganz genau notiert.
Felix Magath über eine Spielanalyse von Ewald Lienen