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Barrow fegt Bristol vom Platz - Dierickx und Vazquez glänzen beim 4:1-Heimsieg

Ein nasskalter Abend in Barrow, 60.537 Zuschauer mit heißem Tee in der Hand und warmer Stimme auf den Rängen - und eine Mannschaft, die offenbar beschlossen hatte, das neue Jahr mit einem Feuerwerk zu beginnen. Barrow AFC besiegte die Bristol Pirates am dritten Spieltag der 1. Liga England mit 4:1 (3:0) und ließ dabei keinen Zweifel daran, wer an diesem Abend die Segel in der Hand hielt.

Dabei waren es die Gäste aus Bristol, die laut Statistik eigentlich mehr Ballbesitz hatten - 53 Prozent, um genau zu sein. Doch was nützt das viele Passen, wenn der Gegner Tore schießt? Barrow kam mit 16 Torschüssen auf fast das Dreifache der Pirates (5) und nutzte seine Chancen eiskalt.

Bereits in der 8. Minute fiel das erste Tor: Mathieu Dierickx, der quirlige Linksaußen, traf nach Vorarbeit von Ari Lampi - ein Spielzug wie aus dem Lehrbuch, und Lampi grinste später: "Ich hab’ einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass er durchkommt. Hat ja geklappt." Das war erst der Anfang.

Nur sechs Minuten später legte Cesar Vazquez nach. Der Spanier, mit der Ruhe eines Stierkämpfers, schloss einen Angriff über Dierickx ab - 2:0, und die Pirates wirkten, als hätten sie ihr Schiff in einem Sturm verloren. "Wir waren einfach nicht wach", gab Bristols Trainer Phi Ung später kleinlaut zu. "Barrow hat uns in der ersten Hälfte komplett den Wind aus den Segeln genommen."

Als Dierickx in der 16. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 erhöhte, war das Spiel praktisch entschieden. Der Ball lief bei Barrow schnell, flach und zielstrebig. Trainer Ingo Königs stand an der Seitenlinie und klatschte zufrieden, während er seinem Assistenten zuraunte: "Wenn sie so weiterspielen, brauch’ ich heute Abend keinen Schlaftee."

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte: mit einem Tor für Barrow. Vazquez traf in der 47. Minute nach Vorarbeit von Stürmer Thomas Hennessy - 4:0. Das Stadion bebte, und die Fans sangen Lieder, deren Refrains man noch in der Nachbarschaft hörte.

Erst danach wachten die Pirates langsam auf. Taylan Karaman brachte in der 53. Minute den Ball von rechts scharf in den Strafraum, Markus Tolsa hielt den Fuß hin - 4:1. Ein Ehrentreffer, der immerhin die Statistik etwas aufhübschte. "Wir wollten zeigen, dass wir noch leben", sagte Tolsa nach dem Spiel, "aber Barrow war heute einfach gnadenlos effizient."

Doch auch Barrow hatte seine Schattenseiten. Ab der 60. Minute sammelte Innenverteidiger Oscar Stack fleißig Karten - zuerst Gelb, dann Gelb-Rot drei Minuten später. "Ich wollte nur zeigen, dass ich voll dabei bin", verteidigte er sich schmunzelnd. Trainer Königs dagegen weniger begeistert: "Oscar hat wohl gedacht, wir spielen Rugby."

Taktisch blieb Barrow trotz Unterzahl offensiv. Königs ließ sein Team weiter nach vorne spielen, während die Pirates zwar mehr Ballbesitz, aber kaum Ideen hatten. Besonders auffällig: das junge Talent Harrison Hartshorn, der zur zweiten Hälfte für den erfahrenen Eduardo de la Fuente kam und mit frischen Läufen auf links für Belebung sorgte.

In der 79. Minute dann ein kleiner Schreckmoment: Rechtsverteidiger Kai Haddington verletzte sich nach einem harten Zweikampf und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Taylor Musgrave, der die letzten Minuten solide über die Bühne brachte.

Nach dem Schlusspfiff feierten die Barrow-Fans ihr Team frenetisch. "So kann man ins neue Jahr starten", rief Doppeltorschütze Dierickx in Richtung Tribüne, während Vazquez ihm lachend den Arm umlegte. Trainer Königs zog ein zufriedenes Fazit: "Wir haben heute gezeigt, dass wir Tore schießen können, auch wenn wir nicht immer den Ball haben. Manchmal ist weniger Ballbesitz einfach mehr Spaß."

Für Bristol war es dagegen ein Abend zum Vergessen. Coach Ung wirkte ratlos: "Wir haben zu brav gespielt. Ich glaube, einige dachten, wir wären beim Schach."

Ein Spiel, das in Erinnerung bleibt - nicht, weil es knapp war, sondern weil Barrow zeigte, wie man mit Leidenschaft, Präzision und einer ordentlichen Portion Humor Fußball spielt. Vielleicht, so meinte ein Fan beim Verlassen des Stadions, "sollten sie öfter so spielen - dann wird’s hier oben wenigstens warm."

Und wer weiß, vielleicht war das 4:1 gegen Bristol der Beginn einer heißen Serie in dieser noch jungen Saison.

11.02.643987 09:02
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Wenn mein Vater da gewesen wäre, hätte sich mein Leben vollkommen anders entwickelt. Viel zielgerichteter. Dann wäre meine Mutter zu Hause gewesen. Ich hätte vernünftig für die Schule gearbeitet, einen normalen Beruf erlernt und wäre nicht in den Fußball abgedriftet.
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