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Awtodor kämpft, Wologda jubelt: Dynamo gewinnt 2:1

Premjer-Liga | 11. Spieltag | 21.08.26 | Awtodor Wladikawkas - Dynamo Wologda 1:2

17751 Zuschauer sahen am Freitagabend in Wladikawkas ein Spiel, das lange nach einem offenen Schlagabtausch aussah und am Ende doch einen ziemlich eindeutigen Sieger hatte. Dynamo Wologda setzte sich am 11. Spieltag der Premjer-Liga mit 2:1 bei Awtodor Wladikawkas durch. Die Gäste waren dabei nicht erdrückend überlegen - aber sie hatten das, was im Fußball gern als "Kleinigkeiten" bezeichnet wird und meistens schlicht "Tore" heißt.

Anstoß war um 20.30 Uhr, und Wologda benötigte keine lange Aufwärmphase. Bereits in der ersten Minute prüfte Marc Matthieu Awtodors Torwart Mitrofan Breschnew. Die Gastgeber antworteten mit Jefim Ukolow, der zwischen der 10. und 17. Minute gleich dreimal den Weg nach vorn suchte. Das Spiel war zunächst flott, gelegentlich wild und taktisch ungefähr so höflich wie zwei Einkaufswagen im Schlussverkauf.

Dynamo agierte in einer ausgewogenen Ausrichtung, schoss laut taktischer Vorgabe auch aus weniger luxuriösen Positionen und ging robust in die Zweikämpfe. Awtodor stand offensiver, wollte seine Chancen dagegen sorgfältiger herausspielen. Das klang auf dem Papier nach Geduld. Auf dem Rasen bedeutete es zunächst: Wologda schießt, Awtodor rennt hinterher.

In der 20. Minute zahlte sich der Mut der Gäste aus. Nicolae Barbulescu traf zur Führung, vorbereitet von Kornej Abramovitch. Der rechte Mittelfeldspieler fand die Lücke, während Awtodors Abwehr offenbar noch darüber diskutierte, ob eine solche Lücke wirklich geschlossen werden müsse. 0:1 - und damit ging Dynamo verdient mit einem Vorsprung in die Pause.

Awtodor hatte durchaus eigene Momente. Artur Dawydow kam in der 34. Minute zum Abschluss, Vladislaw Krawtschuk versuchte es fünf Minuten später. Doch Wologda blieb gefährlicher und brachte bis zur Pause mehrere Abschlüsse auf das Tor. Insgesamt sollten die Gäste 12 Torschüsse verbuchen, Awtodor kam auf 9. Beim Ballbesitz lag die Partie dagegen praktisch im Gleichgewicht: 50,42 Prozent für die Hausherren, 49,58 für Dynamo. Ein statistisches Unentschieden, das auf der Anzeigetafel allerdings nicht vorgesehen war.

Nach dem Seitenwechsel kam Awtodor mit mehr Nachdruck. In der 50. Minute wurde der Druck belohnt: Ukolow erzielte den Ausgleich, Krawtschuk lieferte die Vorlage. Der rechte Angreifer, der schon in der ersten Hälfte mehrfach angeklopft hatte, bekam diesmal geöffnet - und trat ein. 1:1. Auf den Rängen keimte die Hoffnung auf, dass aus dem zunächst zähen Abend noch ein Fest werden könnte.

Wologda ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mike Borzinsky hatte seine Mannschaft weiterhin ausgewogen eingestellt, ohne Pressing, aber mit viel Aufmerksamkeit in den entscheidenden Räumen. Dynamo verteidigte nicht spektakulär, sondern zweckmäßig - jene Spielweise, die selten in Lehrbücher gelangt, aber erstaunlich oft drei Punkte bringt.

In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Awtodor drängte, Dynamo blieb gefährlich. Federico Pietrafitta sah in der 77. Minute die Gelbe Karte, was die Stimmung zusätzlich würzte. Dann schlug Wologda zu: In der 86. Minute traf Lucas Perlman nach Vorarbeit von Antip Koroljuk zum 2:1. Perlman hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht. Man könnte sagen: Er blieb hartnäckig. Oder, weniger freundlich: Er ignorierte einfach die bisherigen Warnungen der Gastgeber.

"Wir haben nach dem Ausgleich nicht aufgehört, an unsere Chance zu glauben", lautete der imaginierte, aber zum Spiel passende Satz eines Dynamo-Anhängers am Ausgang. Awtodor versuchte noch einmal alles, doch selbst ein letzter Abschluss von Josef Larionow in der 90. Minute änderte nichts mehr.

Wologda nimmt drei Punkte mit, Awtodor bleibt die Erkenntnis, dass 50 Prozent Ballbesitz und ein engagierter Auftritt allein noch kein Siegerkostüm ergeben. Tore helfen weiterhin. Eine erstaunlich langlebige Erkenntnis.

22.08.2026 09:50
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Ich habe immer gesagt, dass ich kein Dauerläufer bin, sonst könnte ich ja gleich beim Marathon starten.
Mario Basler
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