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Serie A | 31. Spieltag | 11.09.26 | Atletico Ceara - Dragon Goianiense 4:1 Der Beginn war von jener Sorte, die gegnerische Trainer später gern als "unglücklich" bezeichnen, obwohl "komplett überrollt" meist näher an der Wahrheit liegt. In der 2. Minute traf Marco Valente zur Führung. Nur eine Minute später erhöhte Joao Capucho. 2:0 nach drei Minuten - Dragon Goianiense hatte kaum Gelegenheit, den Ball zu begrüßen, geschweige denn ihn sinnvoll weiterzuspielen. Atletico blieb offensiv, kontrollierte das Geschehen und kombinierte mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit. Die Gastgeber agierten in einer offensiven, zugleich ausgewogenen Ausrichtung, spielten sicher und warteten geduldig auf gute Chancen. Das klang in der Theorie nach einem Plan. Auf dem Platz sah es eher so aus, als hätten sie beschlossen, den Plan von Dragon Goianiense gleich mit zu entsorgen. In der 16. Minute meldete sich der Gast dennoch zurück. Christiano Bischoff, gerade einmal 18 Jahre alt, verkürzte auf 1:2 und brachte für einen Moment so etwas wie Spannung ins Stadion. Man konnte sich beinahe vorstellen, wie Trainer Fabian Dietz an der Seitenlinie dachte: "Seht ihr, es geht doch." Wahrscheinlich hielt dieser Optimismus ungefähr bis zur nächsten Atletico-Chance. Denn Ceara blieb überlegen. 59,8 Prozent Ballbesitz, 15 Torschüsse und eine Zweikampfquote von 55,7 Prozent sprechen eine deutliche Sprache - eine, die Dragon Goianiense an diesem Abend lieber nicht hören wollte. In der 31. Minute stellte Capucho den alten Abstand wieder her. Sein zweiter Treffer machte ihn zum auffälligsten Mann der ersten Halbzeit, während Valente neben ihm nicht nur als Torschütze, sondern auch als Vorbereiter glänzte. Mit 3:1 ging es in die Pause. Coach Andrè Rei dürfte wenig Anlass gesehen haben, seine Mannschaft grundlegend zu verändern. Eher hätte er den Spielern sagen können: "Bitte genauso weitermachen - nur nicht aus Versehen höflich werden." Trainer Dietz hingegen wechselte zur zweiten Halbzeit doppelt und brachte Caio Maniche sowie David Beaulieu. Der gewünschte Umschwung blieb allerdings aus. 48 Minuten waren gespielt, da traf Fernando Tonel zum 4:1. Atletico hatte damit endgültig klargemacht, dass dieser Abend keine dramatische Schlussphase mehr benötigte. Dragon Goianiense besaß zwar weiterhin einzelne Möglichkeiten, kam insgesamt aber nur auf fünf Torschüsse. Jelle Barculo versuchte es in der 59. und 92. Minute, Bischoff hatte zuvor nochmals Gefahr angedeutet - doch ein zweites Tor wollte nicht mehr fallen. Atletico verwaltete die Führung souverän und blieb gleichzeitig gefährlich. Marcio de Almeida, der zur Halbzeit für Valente kam, beschäftigte die Gästeabwehr mehrfach. Auch Nelson Mendes und Tonel suchten noch den Abschluss. In der 81. Minute sah Srdan Asanovic die Gelbe Karte; kurz vor Schluss wechselte Rei sogar noch Torwart Carlos Barbosa für Adriano Tonel ein. Ein ungewöhnlicher Schlusspunkt für einen Abend, an dem Atletico längst alles im Griff hatte. "Wir haben früh gezeigt, was wir vorhatten", hätte Capucho nach dem Spiel sagen können - und es wäre angesichts seiner zwei Tore durchaus glaubwürdig gewesen. Dragon Goianiense nahm immerhin einen Treffer und einige Erkenntnisse mit. Atletico Ceara dagegen drei Punkte, vier Tore und die Gewissheit, dass ein Fußballspiel manchmal schon nach drei Minuten erstaunlich deutlich entschieden sein kann. 11.09.2026 20:39 |
Sprücheklopfer
Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
Toni Polster