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Primera Division | 22. Spieltag | 27.07.26 | Atletic Barcelona - Ibiza Eivissa 2:2 Schon nach einer Minute prüfte Rafael Vico den Torwart der Gäste. Ibiza antwortete zwei Minuten später durch Dylan Dupon. Es war früh klar: Beide Mannschaften wollten nicht erst lange über Fußball reden, sondern direkt welchen spielen. Atletic Barcelona trat offensiv auf, blieb im Passspiel aber ausgewogen und verzichtete - taktisch bemerkenswert entspannt - auf aktives Pressing. Ibiza stand etwas ausgeglichener, lauerte aber keineswegs ausschließlich auf Konter. Trainer Dario Koller hatte seine Mannschaft offenbar angewiesen, die Gastgeber nicht zu höflich zu behandeln. In der neunten Minute schlug Barcelona zu. Slobodan Sulejmani, der zuvor bereits gefährlich auf das Tor geschossen hatte, vollendete nach Vorarbeit von Pol del Rio zum 1:0. "Ich dachte kurz, der Ball sei noch unterwegs zu mir", sagte del Rio später mit einem Grinsen. "Dann war er plötzlich schon drin. Das ist die angenehmste Form von Zeitdruck." Barcelona blieb am Drücker. Luke Kinsella scheiterte zweimal, Christopher Marley versuchte es ebenfalls, während Ibiza zunehmend besser ins Spiel fand. Levi Bischara und Jose Maria Gomez stellten die Defensive der Gastgeber vor unangenehme Fragen - also genau jene Fragen, auf die Innenverteidiger gewöhnlich mit einem Befreiungsschlag antworten. In der 39. Minute fiel der Ausgleich. Domingo Agirre traf nach Zuspiel von Levi Bischara zum 1:1. Ibiza hatte sich diesen Treffer mit mutigen Angriffen verdient. Barcelona ließ sich davon allerdings nicht lange beeindrucken. Kurz vor der Pause, in der 44. Minute, brachte Martin Flores die Hausherren erneut in Führung. Christopher Marley lieferte die Vorarbeit, Flores schloss ab - 2:1. Die Tribüne feierte, als sei die Angelegenheit bereits erledigt. Im Fußball ist das bekanntlich der Moment, in dem die Angelegenheit gern widerspricht. "Wir waren zur Halbzeit zufrieden, aber nicht satt", erklärte Barcelonas Trainer Al Bundy. "Leider haben wir danach so gespielt, als hätten wir schon drei Punkte in der Tasche. Der Fußball hat uns daran erinnert, dass Taschen manchmal Löcher haben." Tatsächlich dauerte es nach Wiederanpfiff nur sechs Minuten bis zum nächsten Treffer. Jose Maria Gomez nutzte Jaroslav Janotas Zuspiel und erzielte in der 51. Minute das 2:2. Gomez hatte bereits zuvor mehrfach den Abschluss gesucht und bekam nun seine Belohnung. Ibiza witterte die Chance auf mehr, Barcelona suchte die Kontrolle - und fand sie nur in kurzen Abschnitten. Die Gastgeber kamen insgesamt auf zwölf Torschüsse, Ibiza auf zehn. Auch beim Ballbesitz lag Barcelona knapp vorn: 52,8 Prozent standen 47,2 Prozent gegenüber. Ein Übergewicht, ja. Eine Herrschaft, eher nicht. Martin Flores und Rafael Vico sorgten nach dem Seitenwechsel weiter für Gefahr, während Ibiza durch Pedro Triguero, Bischara und Gomez antwortete. Trainer Koller brachte in der 60. Minute Jaroslav Janota für Triguero und wechselte kurz vor Schluss Ilias Szewczyk für Kevin Van Geem ein. Barcelona blieb personell unverändert auf dem Feld und versuchte, den Druck zu erhöhen, ohne dabei in Panik zu geraten. Das gelang mal besser, mal ungefähr so gut wie ein Regenschirm im Sturm. Vitor Couto sah in der 26. Minute Gelb, Pol del Rio folgte in der 81. Minute. Weitere Tore fielen nicht. So blieb es beim 2:2 - ein Ergebnis, das Ibiza feiern durfte und Barcelona wohl noch eine Weile beschäftigen wird. "Wir haben zweimal geführt und trotzdem nur einen Punkt", sagte Flores. "Das ist bitter. Aber immerhin war es kein langweiliger Abend." Das stimmt. Langweilig war dieser Abend wirklich nur für Torhüter, die auf einen ruhigen Arbeitstag gehofft hatten. 27.07.2026 21:12 |
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Andreas Brehme