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Segunda Division | 1. Spieltag | 11.08.26 | Atletic Barcelona - SC Sevilla 3:0 Barcelona begann offensiv und mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit. Die taktische Marschroute war klar: offensiv ausgerichtet, ausgewogen im Angriff, keine wilden Pressing-Orgien, dafür geduldiges Kombinationsspiel und Abschlüsse aus guten Positionen. Der Plan funktionierte. Bereits in der sechsten Minute prüfte Martin Flores die Gästeabwehr, zwei Minuten später folgte Rafael Vico. Sevilla wirkte zu diesem Zeitpunkt, als hätte jemand die Bedienungsanleitung für das eigene Spiel verlegt. Vico blieb der auffälligste Mann der Anfangsphase. In der 17. Minute schoss er erneut, Christopher Marley versuchte es in der 20. Minute, Luke Kinsella vier Minuten später. Barcelona sammelte Chancen wie andere Menschen Einkaufsbons. Sevilla verteidigte, verschob und hoffte offenbar darauf, dass sich das Problem von selbst erledigen würde. In der 33. Minute war es dann vorbei mit der Hoffnung. Pol del Rio leitete den Angriff ein, Rafael Vico vollendete und brachte die Gastgeber verdient mit 1:0 in Führung. Der rechte Flügelspieler hatte bereits zuvor mehrfach angeklopft - irgendwann macht man eben auf. Die knapp 24.500 Menschen auf den Rängen feierten, während Sevilla vermutlich kurz überlegte, ob ein 0:1 zur Halbzeit nicht doch als taktischer Erfolg verkauft werden könnte. "Wir wollten von Beginn an nach vorne spielen und uns nicht verstecken", sagte Trainer Al Bundy nach dem Spiel sinngemäß. "Das hat ganz ordentlich funktioniert." Eine Einschätzung, die sich mit Blick auf 25 Torschüsse und null Versuche des Gegners durchaus vertreten lässt. Der Sevilla-Coach soll seiner Mannschaft in der Pause zugerufen haben: "Wir müssen mutiger werden." Ob das auf dem Platz ankam, blieb allerdings offen. Denn kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, schlug Barcelona erneut zu. In der 48. Minute erhöhte Christopher Hammer auf 2:0, vorbereitet von Billy Benett. Sevilla war damit endgültig in jener Partie angekommen, in der es hauptsächlich darum ging, den Schaden zu begrenzen. Hammer selbst blieb danach hungrig und suchte mehrfach den nächsten Treffer. Zwischen der 52. und 59. Minute gab er gleich mehrere Abschlüsse ab - der Mann behandelte das gegnerische Tor offenbar wie eine offene Rechnung. In der 64. Minute machte Vico seinen zweiten Treffer. Luke Kinsella lieferte die Vorarbeit, Vico schob zum 3:0 ein und krönte damit seinen starken Abend. "Der erste Treffer war wichtig, der zweite hat uns Ruhe gegeben", sagte Vico sinngemäß. "Wir wollten aber weiter konzentriert bleiben." Das klang vernünftig, auch wenn seine Mannschaft anschließend weiterhin auf das vierte Tor drängte. Bis zum Schlusspfiff kamen Kinsella, Flores und Vico noch zu weiteren Chancen. Sevilla brachte dagegen keinen Torschuss auf das Tor von Franck Masse. Barcelona gewann zudem 60,7 Prozent der Zweikämpfe und kontrollierte das Geschehen mit 52,5 Prozent Ballbesitz. Einzig die Gelbe Karte für del Rio in der 75. Minute trübte das Bild ein wenig. Am Ende stand ein klarer 3:0-Erfolg. Barcelona zeigte Offensivfreude, Disziplin und genügend Biss, um den Saisonauftakt souverän zu gestalten. Sevilla nahm immerhin die Gewissheit mit nach Hause, dass Ballbesitz nicht automatisch gefährlich ist. Manchmal ist er nur lang. 11.08.2026 22:27 |
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Andreas Brehme