La Nacion
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Atlantida dreht den Abend: 2:1-Sieg bei Cue Caballero SC

Primera Division | 16. Spieltag | 26.08.26 | Cue Caballero SC - Atlantida 1:2

17.287 Zuschauer, drei Tore und ein Spiel, das sich lange weigerte, vernünftig zu werden: Atlantida hat am Mittwochabend am 16. Spieltag der Primera Division mit 2:1 (1:1) bei Cue Caballero SC gewonnen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte entschied Damian Nunez die Partie in der 61. Minute - und schickte Trainer Didier Deschamps mit drei Punkten, aber vermutlich ohne besonders ruhigen Puls nach Hause.

Dabei begann der Abend mit erstaunlicher Betriebsamkeit. Schon nach wenigen Minuten flogen die ersten Bälle in Richtung Tor, als hätten beide Mannschaften beschlossen, das Mittelfeld sei ohnehin überschätzt. Atlantidas Julio Quaresma prüfte Cue-Caballero-Schlussmann Franck Besserer bereits in der 1. Minute, Damian Nunez legte zwei Minuten später nach. Die Gastgeber antworteten durch Philippe Beier und Alejandro Aguas. Der Ball war kaum einmal dort, wo er laut Taktiktafel hätte sein sollen.

Cue Caballero trat offensiv und mit ausgewogenem Passspiel auf, verzichtete allerdings auf aktives Pressing. Atlantida verfolgte denselben Plan. "Wir wollten kontrolliert angreifen", sagte Heimtrainer Dieter Wolf später. "Kontrolliert war vor allem unser Versuch, nicht völlig die Kontrolle zu verlieren." Ein Satz, der nach einer 1:2-Niederlage vermutlich in jedem Trainerhandbuch unter "kreative Schadensbegrenzung" zu finden ist.

In der 17. Minute sah Atlantidas Kacper Piszczek die Gelbe Karte, sieben Minuten später wurde Cue Caballeros Xabi Quiles verwarnt. Das Spiel blieb intensiv, aber nicht übermäßig ruppig. Die Zweikampfquoten lagen beinahe spiegelbildlich auseinander: Cue Caballero gewann 50,4 Prozent der Duelle, Atlantida 49,6. Ein Unterschied, der ungefähr so groß war wie die Geduld der Trainer mit ihren Abwehrreihen.

Die Führung der Gastgeber fiel in der 29. Minute. Philippe Beier, nominell linker Verteidiger, schaltete sich nach einem Zuspiel von Phillipp Kiefer nach vorn ein und traf zum 1:0. "Ich habe kurz überlegt, ob ich wirklich so weit nach vorne darf", soll Beier mit einem Lächeln gesagt haben. "Dann war der Ball da - und plötzlich war es die beste taktische Entscheidung des Abends." Zumindest für 14 Minuten.

Denn Atlantida schlug kurz vor der Pause zurück. In der 43. Minute bediente Jorge Dieguez Joseba Marques, der zum 1:1 traf. Die Gäste hatten bis dahin immer wieder über Julio Quaresma Druck erzeugt, der allein mehrfach den Abschluss suchte und die heimische Defensive beschäftigte wie ein unangemeldeter Handwerker.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Beide Teams blieben offensiv ausgerichtet, spielten aber ohne dauerhaftes Pressing. Atlantida wartete geduldig auf Lücken - und fand eine in der 61. Minute. Inigo Fortunio legte für Damian Nunez auf, der zum 2:1 einschoss. Der 18-Jährige hatte damit nicht nur seinen Auftritt, sondern auch die Partie auf seine Seite gezogen.

Cue Caballero versuchte anschließend alles, was ein Gastgeber bei Rückstand eben versucht: Francisco Chalana schoss, Baysal Derelioglu schoss, Philippe Beier schoss erneut. Besonders Chalana blieb bis in die Schlussphase hinein auffällig und suchte immer wieder den Weg zum Tor. Doch Atlantidas Torwart Unai Simon hielt seinen Kasten sauber. "Am Ende mussten wir leiden", erklärte Deschamps angeblich. "Das gehört zum Fußball. Und manchmal auch zum Trainerberuf."

Die Statistik bestätigt das ausgeglichene Bild: Beide Mannschaften kamen auf 15 Torschüsse. Beim Ballbesitz lag Atlantida mit 50,1 Prozent nur hauchdünn vor Cue Caballero mit 49,9. Viel knapper kann ein Spiel kaum vermessen werden - außer man misst die Laune der Gastgeber nach dem Abpfiff. Atlantida nimmt drei Punkte mit, Cue Caballero immerhin die Erkenntnis, dass 15 Torschüsse und eine offensive Idee nicht automatisch für Zählbares sorgen. Der Fußball bleibt damit konsequent ungerecht - und erstaunlich pünktlich.

26.08.2026 21:31
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Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel.
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