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AS Catania zerlegt Udinese - ein sizilianischer Fußballabend voller Feuer

Catania, 17. Februar 2026 - 43.500 Zuschauer im Stadio Angelo Massimino sahen ein Spiel, das von der ersten Minute an keine Langeweile duldete. Am Ende stand ein deutliches 4:1 für die AS Catania gegen den FC Udinese - ein Ergebnis, das so verdient war wie der Espresso nach dem Spiel in der Kathedrale-Bar um die Ecke.

Die Hausherren legten los, als hätten sie ihre Pasta doppelt portioniert bekommen. Schon in der 21. Minute traf Alexander MacDuff nach feiner Vorarbeit von Emiliano Pietrafitta zum 1:0. Der Schotte im Sturmzentrum jubelte mit einem Urschrei gen Ätna, während Trainer Albern Albert an der Seitenlinie lässig die Faust ballte. "Alexander hat heute gespielt, als wäre er auf Lava gelaufen", grinste der Coach später.

Nur drei Minuten später erhöhte der 19-jährige Miguel Gutierrez, diesmal nach einer Kombination über die linke Seite mit Felipe Espriu. Ein Treffer, der die Tribünen erzittern ließ - und den Udinese-Keeper Luca Lange endgültig aus dem Konzept brachte. "Der Ball war plötzlich überall und nirgends", seufzte Lange nach dem Spiel.

Doch Udinese wäre nicht Udinese, wenn sie sich einfach ergeben hätten. In der 30. Minute konterten die Gäste blitzschnell: Tord Paulsson flankte präzise in den Rückraum, Andras Kohut traf mit der Präzision eines Uhrwerks zum 2:1-Anschluss. Es war der Moment, in dem kurz Hoffnung aufkam - so kurz wie ein italienischer Winter.

Denn kurz vor der Pause, in der 45. Minute, schlug Catania erneut zu: Sergi Capucho verwertete eine Vorlage von Niccolò Marittimo zum 3:1. "Ich hab ihn einfach riechen können, den Ball", sagte Capucho später lachend. Das Publikum tobte, Udineses Trainer Emiliano Dicetutto hingegen raufte sich die Haare. "Wir wollten eigentlich nicht zuschauen, aber Catania hat uns dazu gezwungen", meinte er mit Galgenhumor.

In der zweiten Halbzeit versuchte Udinese, das Ruder herumzureißen. Es gab Schüsse, einige gefährliche Szenen - 13 Torschüsse insgesamt, aber kaum Zählbares. Catania hielt dagegen, mit 18 Abschlüssen und 54 Prozent Ballbesitz stets tonangebend. Ab der 70. Minute wurde das Spiel zunehmend ruppig: drei Gelbe für Catania (Larsson 8., Gutierrez 76., Salvatore 87.) und zwei für Udinese (Munro 77., Grassi 90.) zeugten von steigender Frustration.

Den Schlusspunkt setzte - wer sonst - Niccolò Marittimo, der 20-jährige Rechtsaußen, in der 78. Minute. Nach einem langen Ball von Innenverteidiger Janos Desire nahm er die Kugel elegant mit, tanzte an zwei Verteidigern vorbei und schob überlegt ein. Das 4:1, der endgültige Knockout. "Ich wollte nur Spaß haben", sagte Marittimo verschmitzt, "und der Ball wollte offenbar auch rein."

Trainer Albern Albert zeigte sich nach dem Schlusspfiff zufrieden, aber nicht euphorisch: "Ein gutes Spiel, ja. Aber wenn wir noch konsequenter im Abschluss gewesen wären, hätte Udinese den Ball vielleicht gar nicht mehr gesehen." Seine Mannschaft habe "die richtige Mischung aus Feuer und Kontrolle" gezeigt - und das war kaum zu übersehen.

Auf der anderen Seite wirkte Dicetutto ratlos. "Wir haben defensiv eigentlich nicht schlecht gestanden - bis der Schiedsrichter angepfiffen hat", sagte er mit einem müden Lächeln. Seine Jungs hätten "Herz gezeigt, aber Herz allein reicht gegen Catania nicht, wenn sie so spielen".

Die Fans verabschiedeten ihre Helden mit lautstarken Gesängen, während Catanias Spieler noch lange auf dem Rasen blieben, um Selfies zu machen und Trikots zu verschenken. MacDuff winkte in die Kurve und rief: "Heute haben wir gezeigt, dass Catania lebt!"

Statistisch war es ein Spiel, das die Handschrift des Heimteams trug: 18 Schüsse, 54 Prozent Ballbesitz, eine Zweikampfquote von knapp 51 Prozent - kein haushoher Unterschied, aber in den entscheidenden Momenten eben die nötige Präzision. Udinese dagegen blieb offensiv blass und defensiv durchlässig wie ein alter Schwamm.

Als das Flutlicht erlosch, blieb die Erkenntnis: Catania kann nicht nur heiß, sondern auch effizient. Und wenn sie diese Form halten, müssen sich in der Serie A bald einige warm anziehen - nicht nur wegen des sizilianischen Klimas.

Oder, wie ein älterer Fan beim Verlassen des Stadions sagte: "Vier Tore, Sonne, und Udinese im Kofferraum - was will man mehr?"

(Ende, ca. 610 Wörter)

22.09.643990 17:36
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