Diarios de Futbol
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Alacranes und Lions liefern sich ein hitziges 2:2 - ein Remis mit Zähnen

Ein lauer Abend im Januar, 59.000 Zuschauer im Estadio Durango, und zwei Mannschaften, die offenbar vergessen hatten, dass man für den Einzug in die nächste Runde mehr als nur den Willen braucht. Am Ende stand es 2:2 zwischen den Alacranes Durango und den Lions Generalena - ein Ergebnis, das beiden irgendwie gerecht wird und doch niemanden so richtig glücklich machte.

Von Beginn an zeigten die Alacranes, dass sie zu Hause keine Angst vor großen Namen haben. Trainer Manni Kaltz hatte sein Team auf "mutig, aber nicht lebensmüde" eingestellt, wie er später mit einem verschmitzten Lächeln erklärte. Schon in der 24. Minute belohnte sich der Gastgeber: Humberto Varela schob nach feiner Vorarbeit von Raul Futre zum 1:0 ein. "Ich hab’ einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass der Ball reingeht", grinste Varela nach dem Spiel. Hoffnung ist manchmal eben auch eine Taktik.

Doch die Lions zeigten Zähne. Nicht umsonst trägt der Klub seinen Namen. Nach einigen zähen Minuten des Abtastens schlug in der 41. Minute Caio Melendo zu. Eine butterweiche Hereingabe von Iker Barreda, ein trockener Abschluss - 1:1. Der Auswärtsblock tobte, Trainer Gerd Hauser ballte die Faust und brüllte in Richtung seiner Bank: "Genau so wollte ich das!" Man glaubte es ihm fast.

Durango aber hatte das letzte Wort vor der Pause. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam Toni Kolkka über links, legte quer, und Pedro Triguero vollendete eiskalt - 2:1. "Das war ein Schlag in den Magen", gestand Lions-Kapitän Tiago Barros später. "Und ich habe schon einige Schläge abbekommen."

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ruppiger. Zwei Gelbe Karten für die Lions (Kenny, 37.; Barros, 57.) zeigten, dass Hausers Männer zwar kämpften, aber manchmal etwas zu sehr mit den Stollen voraus. Der Coach verteidigte seine Jungs: "Fußball ist kein Ballett. Und wer schön tanzen will, soll ins Theater gehen."

Dann der Schockmoment für die Alacranes: In der 66. Minute blieb Bjarke Therkildsen nach einem Zweikampf liegen - muskuläre Probleme, wie es hieß. Kaltz reagierte sofort, brachte Sigfrid Holmqvist. "Ich hätte lieber mein Hemd zerrissen als Bjarke verloren", sagte der Trainer später, "aber Sigfrid hat das ordentlich gemacht - auch wenn er aussieht, als wäre er gerade von einem Campingurlaub zurückgekommen."

Die Lions witterten Blut. In der 75. Minute war es dann soweit: Alexander Yeates traf zum 2:2-Ausgleich, erneut mit Vorarbeit von Barreda, der auf der linken Seite einen Sahnetag erwischte. "Ich hab’ nur gedacht: Der Ball muss zu Alex, und dann wird’s schon klingeln", erzählte Barreda lachend. Geklingelt hat’s - und wie.

Das letzte Viertel der Partie war ein offenes Scheunentor von Angriffen. Beide Teams hatten Chancen: Yeates prüfte Durangos Keeper Vincent Antolin gleich mehrfach, während auf der anderen Seite Varela und Triguero noch einmal ihre Schusstechnik demonstrierten - mit mäßigem Erfolg. Insgesamt 23 Torschüsse (12:11 für Durango) und nahezu ausgeglichener Ballbesitz (49,9 % zu 50,1 %) erzählen die Geschichte eines Spiels, das keinen klaren Sieger verdiente.

In der 87. Minute wechselte Kaltz noch einmal zentral: Arnau Pacos kam für den müden Rui Bischoff. Der Neuling empfing den Ball und rief seinem Trainer zu: "Ich bin frisch, Chef!" Kaltz grinste nur und murmelte: "Dann renn auch so."

Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter ab. Beide Trainer reichten sich die Hand, doch ihre Mienen sagten mehr als Worte. "Wir hätten das dritte Tor machen müssen", knurrte Hauser, "aber wenigstens sind wir noch im Rennen." Kaltz konterte trocken: "Wenn man zweimal führt und trotzdem nicht gewinnt, sollte man vielleicht mal Pressing üben."

So endete ein packendes Rückspiel, das weniger durch taktische Meisterleistungen als durch Herz, Schweiß und eine ordentliche Portion Chaos glänzte. Die Zuschauer gingen zufrieden nach Hause - oder zumindest nicht völlig enttäuscht.

Und irgendwo in Durango hörte man noch lange nach Abpfiff einen Fan rufen: "Beim nächsten Mal machen wir’s wie die Skorpione - einmal zustechen, dann ist Ruhe!"

Ein Vorschlag, den Manni Kaltz wohlwollend zur Kenntnis genommen haben dürfte.

07.09.643987 09:13
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Man darf das Spiel doch nicht so schlecht reden wie es wirklich war.
Olaf Thon
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