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Liga 1 | 31. Spieltag | 11.09.26 | Academia Lima - AD Cienciano 2:0 Vor 39.872 Zuschauern begann Lima mit dem erwartbaren Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die sich vorgenommen hatte, nicht lange über ihre Absichten zu diskutieren. Bereits in der fünften Minute prüfte Javier Santos den Torhüter Rafael Couto. Drei Minuten später war Miguel Beto an der Reihe, danach Mike Beyer und Jukka Hietanen. Cienciano blieb zunächst erstaunlich gelassen - möglicherweise, weil man auf der Bank noch hoffte, dass diese Schüsse irgendwann von selbst aufhören würden. Der einzige Abschluss der Gäste kam in der 13. Minute. Esteban Meira versuchte sein Glück, blieb damit aber der einzige Cienciano-Spieler, der den Ball überhaupt in Richtung Tor beförderte. "Wir wollten kontrolliert nach vorne spielen", sagte Ciencianos Trainer nach der Partie. "Kontrolliert war vor allem, dass wir nicht völlig die Ordnung verloren haben." Ein Satz, der angesichts von 22 zu 1 Torschüssen fast schon als sportliche Satire durchgeht. In der 22. Minute fiel dann die verdiente Führung. Santos, auffälligster Mann in der linken Angriffsseite, setzte sich in Szene und traf zum 1:0. Jukka Hietanen war an der Entstehung beteiligt. Die Fans feierten, Kahn ballte an der Seitenlinie die Faust, und irgendwo auf der Tribüne dürfte sich ein Zuschauer gefragt haben, ob das Spiel nicht eigentlich schon früher hätte beginnen können. "Ich dachte kurz, der Ball will heute unbedingt zu uns", sagte Santos später mit einem Lächeln. "Dann habe ich ihn einfach mitgenommen." Tatsächlich blieb Academia Lima auch nach dem Treffer die aktivere Mannschaft. Miguel Beto schoss mehrfach, Pedro Yago suchte den Abschluss, und Matteo Pedivigliano sorgte aus dem zentralen Mittelfeld für Nachschub. Cienciano verteidigte, was das Zeug hielt, und kassierte dabei vor der Pause zwei Verwarnungen gegen Carlos Hierro und Carlos Andrade. Nach dem Seitenwechsel nahm Kahn personelle Veränderungen vor. Santiago Rielo und Stefan Csizmadia kamen in der 47. Minute, Egil Justesen und Aldo Martin machten Platz. Später ersetzte Paulo Ximenes zudem Marco Verratti. Die Umstellungen taten dem Spiel der Gastgeber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Lima blieb druckvoll, spielte kurze Pässe und suchte weiterhin die sichere Abschlussposition - eine Taktik, die bei 22 Torschüssen durchaus als höfliche Hartnäckigkeit bezeichnet werden darf. In der 75. Minute fiel die Entscheidung. Der erst 17 Jahre alte Innenverteidiger Stefan Csizmadia traf zum 2:0, vorbereitet von Pedro Yago. Ein Abwehrspieler als Torschütze - für Cienciano vermutlich der Moment, in dem man sich fragte, ob nun wirklich jeder Gegner einmal versuchen müsse, ins Tor zu treffen. "Stefan hat heute gezeigt, dass man auch aus der letzten Reihe vorne Eindruck machen kann", sagte Kahn. "Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Nur bei der Chancenverwertung hätten wir früher für Ruhe sorgen können." Eine bemerkenswerte Einschätzung angesichts einer Partie, in der Cienciano praktisch keinen Weg durch die Abwehr fand. Bis zum Schlusspfiff blieb Lima überlegen. Cienciano bemühte sich, doch die Gäste fanden weder Räume noch Lösungen. Academia Lima spielte offensiv, mit kurzen Pässen und wachsendem Einsatz, während Cienciano trotz offensiver Grundausrichtung kaum Gefahr entwickelte. Am Ende stand ein souveränes 2:0 - und die Erkenntnis, dass manchmal 53 Prozent Ballbesitz völlig reichen, wenn der Gegner nur einen Torschuss zustande bringt. 11.09.2026 20:36 |
Sprücheklopfer
Wie war noch die zweite Frage? Das ist nicht so einfach, ich bin schließlich Fußballer.
Mehmet Scholl bei einer Pressekonferenz, nachdem ihm zwei Fragen auf einmal gestellt wurden