El Peruano
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Academia Lima krönt sich mit 2:1 zum Pokalsieger von Iquitos

Pokal | Finale | 13.09.26 | Real Iquitos - Academia Lima 1:2

59.000 Zuschauer waren gekommen, um im Pokalfinale zwischen Real Iquitos und Academia Lima einen Sieger zu sehen. Sie bekamen drei Tore, 22 Torschüsse und eine erste Halbzeit, die sich anfühlte, als hätte jemand den Fußball auf Vorspulen gestellt. Am Ende jubelte Academia Lima über einen 2:1-Erfolg - und Real Iquitos über die Erkenntnis, dass man auch mit viel Leidenschaft nicht automatisch einen Pokal gewinnt.

Kaum war der Anpfiff um 18.30 Uhr verklungen, lag der Ball schon im Netz. Mike Beyer traf in der ersten Minute für Academia Lima und stellte damit die traditionelle Frage: Was genau wollte Real Iquitos eigentlich in den ersten 60 Sekunden verhindern? Die Antwort blieb zunächst aus. Beyer, der von rechts nach innen zog, war danach ohnehin kaum zu beruhigen. Insgesamt gab der 22-Jährige mehrere gefährliche Abschlüsse ab und beschäftigte die Defensive der Gastgeber, als hätte er dort einen persönlichen Termin.

Real Iquitos brauchte ein paar Minuten, um den Schock zu verdauen. In der vierten Minute prüfte Noe Nene erstmals den Torhüter Eric Brun. Später folgten weitere Versuche von Nene, Jefferson Farfan und William Winston. Iquitos spielte offensiv, mit hohem Einsatz und durchaus kräftiger Gangart. Trainer Sven Schalnas hatte seinem Team offenbar mitgegeben, aus allen Lagen zu schießen. Das tat es auch. Manchmal sogar aus Lagen, aus denen andere Mannschaften erst einmal die Landkarte holen.

In der 33. Minute wurde der Mut belohnt. Sigmund Abramson traf für Real Iquitos zum 1:1. Vorausgegangen war die Beteiligung von Innenverteidiger Vicente Machado - ein bemerkenswerter Vorstoß, denn normalerweise besteht die Hauptaufgabe eines Innenverteidigers darin, genau dort zu bleiben, wo es möglichst wenig aufregend ist. Die Tribünen tobten, und ein Zuschauer neben der Pressetribüne rief: "Jetzt beginnt das Finale erst richtig!" Er sollte recht behalten, wenn auch nicht mit dem gewünschten Ausgang.

Academia Lima ließ sich vom Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen. Die Mannschaft von Trainer Olli Kahn blieb im Passspiel ausgewogen, suchte geduldig die Lücken und hatte mit 53 Prozent etwas mehr Ballbesitz. Kurz vor der Pause schlug sie erneut zu: In der 45. Minute brachte Arnfinn Berg die Gäste wieder in Führung. Der linke Verteidiger vollendete nach Vorarbeit von Istvan Bodola - 2:1, unmittelbar bevor der Pausenpfiff die Gemüter und vermutlich auch einige überhitzte Stimmbänder rettete.

"Wir haben nach dem frühen Gegentor nicht den Kopf verloren", soll Kahn in der Kabine gesagt haben. "Wir haben ihn nur kurz in Richtung Tor gedreht." Schalnas wiederum versuchte, seine Spieler weiter nach vorn zu treiben. Real Iquitos stellte nach der Pause auf Angriff über die Flügel um und erhöhte später den Einsatz. Das Ergebnis war Druck, aber kein weiterer Treffer.

Die Gastgeber kamen zu neun Torschüssen, Academia Lima sogar zu 13. Besonders nach der Pause suchte Lima weiter den Abschluss. Javier Santos, David Galindo und Matteo Pedivigliano prüften die Defensive, während Beyer bis in die Schlussphase gefährlich blieb. Iquitos wechselte mehrfach offensiv, brachte unter anderem György Miriuta und Lionel Pauleta. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen.

"Wir haben alles versucht - sogar Dinge, die im Training ausdrücklich verboten sind", sagte Abramson anschließend mit einem müden Lächeln. Der Satz klingt erfunden, passte aber ausgezeichnet zu einem Finale, in dem Real Iquitos nie aufgab und Academia Lima trotzdem stets die passende Antwort fand.

So blieb es beim 2:1 (1:2). Kein Nachspiel, kein Elfmeterschießen, kein dramatischer letzter Ball an die Latte. Nur der nüchterne Pokalsieg für Academia Lima - und 59.000 Zuschauer, die nun immerhin behaupten können, bei einem Finale gewesen zu sein, das schon nach 60 Sekunden wusste, wohin die Reise geht.

13.09.2026 19:05
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He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
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